

Doch nach diesem ermutigenden Beweis unseres mittlerweile bis an die Westküste reichenden Rufes beschlossen wir, den Bekanntheitsgrad von O&V noch weiter zu steigern. Daher waren wir mit einem Wagen auf der diesjährigen Fuckparade in Berlin vertreten, wie die hier gezeigten Bilder beweisen. Für alle, die aufgrund dieses abgefeimten Werbemaßnahme auf diese Seiten gestoßen sind: Nein, wir sind kein Musikgeschäft, nicht mal ein Musikmagazin. Aber O&V ist ein Online-Magazin, und was für eines erfahrt ihr im Editorial, oder durch eine gepflegte Lektüre.

Die Fuckparade war natürlich ganz großartig. Die französische Tageszeitung Libération hatte schon recht als sie schrieb: "Parade à taille humaine et pleine d'idées, la Fuck Parade est devenue bien plus qu'une contre-manifestation." Wie die possierlichen Nagetiere hinter dem Hamelner Fänger mit der Flöte tobten die Massen hinter dem Wagen, und sie hörten erst auf, als wir am Mauerpark die letzte Plane herunterließen.


Der Wagen, und was während der Fahrt durch Berlins neue Mitte geschah, war natürlich das Ergebnis monatelanger, klandestiner Kleinarbeit durch ein revolutionäres Kollektiv von SelbstausbeuternInnen, WeltverbessererInnen und MusikliebhaberInnen. Ihnen soll an dieser Stelle durch eine kleine, aber feine Nennung in alphabetischer Reihenfolge gebührend gehuldigt werden. Als da wären: Alexandra, Anja, Annette, Biggi, Basti, Goldi, Kj Rave, XXXYYY und das O&V-Kollektiv. Ach ja, den diesjährigen O&V-Orden mit LKW-Schlüssel und Nähnadel am Band teilen sich Jörn und Arne, ohne deren sprichwörtliche Unermüdlichkeit die Welt um viel widerständigen Spaß ärmer geblieben wäre.

