
Ich bin der festen Überzeugung, daß deutsche Soldaten dort, wo im Zweiten Weltkrieg die Hitler-Soldateska gewütet hat, den Konflikt anheizen und nicht deeskalieren würden. Wenn sich die Deutschen ersteinmal militärisch einmischen, wird es völlig andere Reaktionen geben. All diese Einsätze und die Debatten darum werden von der Bundesregierung als Türöffner benutzt. Das vereinigte Deutschland soll in seinen außenpolitischen Optionen voll handlungsfähig gemacht werden. Ich wäre froh, wenn die, die das wollen, sich wenigstens nicht andauernd hinter der Humanität verstecken würden, um eben diese Position durchzusetzen. Deutschland hat eine historisch bedingte Sonderrolle, ob einem das gefällt oder nicht. Unter dem Deckmantel supranationaler Organisationen wie Nato, WEU, EU findet derzeit der Rückfall ins 19. Jahrhundert statt. Was ich im Moment sehe, sind massive Bestrebungen in Deutschland für größeren militärischen Handlungsspielraum und gleichzeitig objektive Tendenzen einer europäischen Desintegration. Beides zusammen könnte dieses große Deutschland in der Mitte wieder dahin führen eine eigene, hochriskante Rolle zu spielen.
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Aus den Dienstvorschriften 4
"Mit Beginn der Nacht ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen"
[Schüttelreim 1]
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Das ist mein großes Problem, wenn ich sehe, wie die Bundesregierung den Bundestag an der Nase, an der humanitären Nase, in den Bosnienkrieg führen will. Beginnend mit der humanitären Intervention wird auch ein machtpolitisch erstarkendes Deutschland nicht zu einem Motor der europäischen Integration, sondern zu einem rückwärtsgewandten, auseinandertreibenden Element. Ich bin der festen Überzeugung, daß die Öffnung in Richtung einer militärpolitischen Komponente die Rückkehr der Macht Deutschland - nicht der Macht Europa - auf der Bühne der Weltpolitik bedeuten wird.
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Forum 3. Weltkrieg - Teil 6: Re: Was passiert mit den Zivis im Ernstfall?
Ich rate Dir im Ernstfall zu einem Bauchschuss, da reihst Du Dich nahtlos in eine lange Galerie hochdekorierter Desarteure ein. Aber Vorsicht: Am besten Zeltbahn, Tuch, etc. dazwischen halten, an den Schmauchspuren bist Du sonst leicht als Drückeberger geoutet.
[Forum 3. Weltkrieg - Teil 7]
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Wenn man erlebt, wie mit fiktionalen Situationen und Anfragen Politik gemacht wird, wie die rechtlichen und historischen Barrieren abgeräumt werden zugunsten einer völligen Optionsfreiheit der deutschen Außenpolitik mit militärischen Mitteln [...] erst werden sich die Akzente langsam verschieben, und dann wird es eine Situation geben, in der unter internationalen Vorzeichen entwickelte Instrumente für nationale Interessen eingesetzt werden. Wir sind in Deutschland nicht gerade gesegnet mit einer pazifistischen Tradition. Jenseits aller Taktik lautet für mich die entscheidende Frage einer grünen Außen- und Sicherheitspolitik: Wie kann eine pazifistischen und antinationalistischen Partei eine Politik zur Verteidigung bedrohter Menschen und ihrer Rechte entwickeln, ohne dabei ihre gewaltfreien Grundsätze aufzugeben? Wenn man diese Debatte führt, kann das auch Rückwirkungen auf das Mainstream-Denken der politischen Klasse haben. Es müssen nicht-gewaltätige Strukturen entwickelt werden, damit es nicht zu solchen Gewaltexzessen wie in Ex-Jugoslawien kommt. Wenn die Prävention versagt, dann stellt sich die Frage, an welchem Punkt auch Pazifisten Kompromisse eingehen, um eine Konfliktschlichtung zu ermöglichen. Aber eines ist für mich jedenfalls klar: Wo deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg gewütet haben, darf es keine Einsätze geben. [...]