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Ausgabe 07.0 - 22.03.2001

Editorial


Man kennt es ja. Schon vor rund zwei Jahren, Deutschland befand sich mit Jugoslawien und der eigenen Vergangenheit im Krieg, waren die Ökobomber vor allem eines: zerrissen, und zwar innerlich. Und auch diesmal - es geht nun immerhin um das zweite Essential mittlerweile kakifarbener Politik - versinken die Trittins, Roths und Harms im Meer der Zerrissenheit. Soll blockiert, gar demonstriert werden? Oder lässt man soziale Bewegung soziale Bewegung sein?

Diese Zerrissenheit in Parteitagsbeschlüsse gegossen, lautet übrigens wie folgt: "Ja zum Atomkonsens, Ja zum Demonstrieren!" Wer kann da noch nein sagen?

Denen, die es tun, war hingegen schon immer klar: die Grünen versprechen das Blaue vom Himmel - was man von ihnen kriegt, ist allerdings immer dasselbe in Grün. Und so ist entgegen aller Bemühungen unübersehbar: Rot-Grün sichert der Atomindustrie mit dem anstehenden Castor-Transport v.a. den Weiterbetrieb der bestehenden Atomanlagen.

Soweit, so evident. Doch was macht die Gegenseite? Nach einem dreijährigem Winterschlaf scheint die Anti-Atom-Bewegung wieder erwacht. Aber was hat sich hier in der Zwischenzeit getan? Wie ist die eigene Politik reflektiert worden? Ist sie das überhaupt?

Nur eines vorweg: die Internetseiten des Widerstandes sind mitnichten schöner oder gar übersichtlicher geworden. Das heißt: Sie können getrost bei o&v bleiben.

Alles weitere wird sich finden - in dieser Ausgabe.