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Ausgabe 9.0 - 08.02.2002
   

Editorial


Wer schon mal versucht hat lärmend ein öffentliches Gelöbnis von Gärtnern (immer der Mörder) zu stören, der hat so seine Erfahrungen mit ihm – dem Staat – und seinen Dienern. Ganz neue Erfahrungen machen gerade Menschen, die kostenlos von Afghanistan nach Kuba verfrachtet wurden. Im exklusiven Ressort Guantanamo präsentiert sich der moderne Staat von seiner besten Seite (all inclusive). Die US-Propaganda und ihre willfährigen Helfer der bürgerlichen Medien zeigen uns, dass es den Gefangenen, denen von der zivilisierten Welt nicht einmal der Status eines Kriegsgefangenen nach der Genfer Konvention zuerkannt wird, sehr sehr (mit dreimal Zucker oben drauf) gut geht. Schließlich jallert dreimal täglich der Muezzin und um den illegalen Kämpfern die Mühe des Gehens zu ersparen, werden sie öfter mal auf eine Trage geschnallt und durch die Gegend gekarrt. Zum Beispiel zum total peacigen Interview, wo man sich einfach mal in entspannter Atmosphäre über die gemeinsame Vergangenheit unterhält. Offenbart sich in diesem Lager vielleicht das zukünftige Verhältnis des Staates zu seinen Untertanen? Ihr seid umstellt, es gibt nichts zu verbergen, Ihr dürft selbstverständlich beten, verbeugt Euch und haltet den Käfig sauber, dann kommt ihr vielleicht sogar ins Fernsehen!




 
   
   
O&V